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 <title>musicpoolberlin.net - Interview</title>
 <link>https://archiv.musicpoolberlin.net/de/tags/interview</link>
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 <title>Musik und Mental Health: Interview mit Michael Wecker</title>
 <link>https://archiv.musicpoolberlin.net/de/news/musik-und-mental-health-interview-mit-michael-wecker</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;img typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://archiv.musicpoolberlin.net/sites/default/files/images/m_wecker_schwarz_weiss.jpg&quot; width=&quot;3888&quot; height=&quot;2592&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p class=&quot;rtejustify&quot;&gt;Das Thema Musik und Mental Health ist für uns sehr wichtig, darum haben wir den ausgebildeten Psychologen und Berater Michael Wecker, der am Dienstag, 27. November bei uns&amp;nbsp;einen &lt;a href=&quot;https://musicpoolberlin.net/en/top-performance-ohne-stress&quot;&gt;Workshop zum Thema Performance und Stress&lt;/a&gt;&amp;nbsp;geben wird, vorab ein paar Fragen gestellt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;rtejustify&quot;&gt;
&lt;em&gt;1. Wie begann Dein Interesse am Thema Musik und Mental Health?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich beschäftige mich schon seit 2010 mit dem Thema (psychische) Gesundheit und Arbeit. Aber mit dem Thema Musik und Mental&amp;nbsp;Health tatsächlich erst seit knapp 2 Jahren. Musik als Beruf ist ja eben auch Arbeit, mit&amp;nbsp;bestimmten Anforderungen und Besonderheiten (so wie andere Berufe wieder andere Anforderungen und besondere Bedingungen haben).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;2. Am 27. November gibst&amp;nbsp;du bei uns einen Workshop mit dem&amp;nbsp;Titel „Top Performance ohne Stress“. Kannst du uns einen kleinen Einblick&amp;nbsp;geben, worüber du sprechen wirst? Warum hast du dieses Thema gewählt?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich trete selbst als Musiker seit fast 20 Jahren auf, mal mehr mal weniger, aber in der letzten Jahren schon sehr regelmäßig. Dabei ist mir als Musiker aufgefallen, dass ein Auftritt eine krasse Stress-Situation ist, und oft vieles, was man im Proberaum&amp;nbsp;oder zu Hause super &quot;runter spielen&quot; kann beim Auftritt dann doch nicht so klappt. Kleinigkeiten können einen aus dem Konzept bringen und das vermindert dann oft, dass man leider nicht seine Top-Leistung auf die&amp;nbsp;Bühne bringt. Das ist für&#039;s Publikum und natürlich für einen selbst schade, oft hat man lange auf den Auftritt hin gefiebert.&amp;nbsp;Seine Songs intensiv geübt zu haben ist natürlich wichtig, aus meiner eigenen Erfahrungen weiß ich aber, dass es&amp;nbsp;noch ein paar&amp;nbsp;andere &quot;Stellschrauben&quot; gibt, mit denen man sein individuelles Anspannungs- und Stresslevel an den Auftritt anpassen kann. So dass man&amp;nbsp;hoffentlich eine bessere Leistung abrufen kann.&amp;nbsp;Meine Erfahrungen als Psychologe sind dabei für die Zusammenhänge von Stress und Leistung schon sehr hilfreich.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;rtejustify&quot;&gt;
In meinem Workshop werden wir zuerst ein Hintergrundwissen zum Thema Stress und Leistung, bezogen auf Bühnensituationen, besprechen.&amp;nbsp;Danach werden wir unterschiedliche und individuelle Techniken zur Veränderung des Stresslevels erarbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;3. Du bist ein ausgebildete Psychologe und Berater: welches sind Deine&amp;nbsp;Hauptkompetenzen und wie können Berliner Musiker*innen und Kreativschaffende&amp;nbsp;mit dir in Kontakt treten?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich arbeite in unterschiedlichen Bereichen, aber für den Music Pool Berlin als Experte für die Themen Mental Health, Psychologie, Stress, Leistung, Lampenfieber etc.&lt;br /&gt;
Musiker*innen, die an diesen Themen interessiert sind können sich beim Music Pool melden.&amp;nbsp;Dann kann man schauen ob ein Workshop dafür geeignet ist, oder ein individuelles Coaching passender.&lt;br /&gt;
Da ich seit über 9 Jahren Menschen bezüglich ihrer beruflichen Entwicklung und zu beruflichen Fragestellungen berate, ist das sicher eine meiner Kompetenzen.&amp;nbsp;Als ausgebildeter Psychotherapeut habe ich natürlich eine Menge Erfahrungen zu allen möglichen Themen im Bereich psychische Gesundheit gemacht.&amp;nbsp;Und ich glaube als selbst seit langem tätiger Musiker kenne ich viele der Situationen, mit denen Musiker*innen konfrontiert sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;4. Mit welchen Kunden beschäftigst du dich normalerweise: aufstrebende&amp;nbsp;Musiker*innen oder Personen, die seit einiger Zeit in der Branche tätig sind?&amp;nbsp;Gibt es einen durchschnittlichen Altersbereich?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich beschäftige mich im Moment eher mit jungen Musiker*innen. Als Psychotherapeut habe ich aber auch schon Künstler*innen und Musiker*innen&amp;nbsp;behandelt,&amp;nbsp;die in ihrer Karriere fortgeschritten waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;5. Was sind nach Deiner Erfahrung die häufigsten psychischen Probleme, mit&amp;nbsp;denen Menschen, die mit Musik zu tun haben, sich beschäftigen?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Herausforderungen von selbstorganisiertem Arbeiten inklusive der Fragen, wie motiviere ich mich, wie plane ich mein musikalisches Projekt, wie&amp;nbsp;stehe ich &quot;Durstphasen&quot; durch, wie balanciere ich Networking, Arbeit an musikalischen Fähigkeiten und die Arbeit am konkreten musikalischen Projekt aus.&amp;nbsp;Dann gibt es da das wichtige Thema Zweifel an dem gewählten Weg, inklusive der dort auftretenden Hürden, vielleicht auch Zweifel bezüglich des eigenen &quot;Talents&quot;, was&amp;nbsp;auch immer das dann sein mag. Die hohe Konkurrenz und der damit verbundene Leistungsdruck, das Fehlen eines eher vorgezeichneten bzw. absehbaren Weges, den es&amp;nbsp;in anderen Berufen durchaus gibt (z. B. bei Lehrern oder wenn man eine Ausbildung macht) haben natürlich auch ihre Auswirkungen. Der ein oder andere empfindet das&amp;nbsp;Fehlen dieser &quot;Absehbarkeit&quot; des beruflichen Weges sicher positiv, z. B. als Form von Freiheit. Mit zunehmendem Alter und den sich daraus ergebenden Veränderungen&amp;nbsp;mag es sein, dass man darauf eine andere Perspektive gewinnt.&lt;br /&gt;
Dann gibt es natürlich noch das wichtige Thema Bühne und Auftritt: Das besondere ist aus meiner Sicht, in einer Situation extremer Beobachtung eine Leistung abrufen zu können. Dabei gibt es keine &quot;Rückspieltaste&quot; oder eine Möglichkeit etwas zu wiederholen. Vor so einer Situation kann man schon Respekt haben und das beschäftigt glaube&amp;nbsp;ich schon sehr viele Musiker*innen, obwohl das unter (Pop-)-Musiker*innen&amp;nbsp;noch wenig offen besprochen wird. Im Bereich Klassische Musik, der sicher auch etwas andere&amp;nbsp;Anforderungen hat, wird die Diskussion dagegen schon etwas offener geführt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;6. Denkst Du, dass die Probleme von Musiker*innen zu Beginn ihrer Karriere&amp;nbsp;anders sind als die von etablierten Künstler*innen?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Großen und Ganzen gibt es schon gewisse Unterschiede. Ich glaube jeder Mensch braucht Feedback zu seiner Arbeit: Also das ist gut gelaufen, das weniger etc.&amp;nbsp;Bleibt das aus oder gibt es da &quot;Störungen&quot;, arbeitet man sozusagen ins Leere hinein, man weiß nicht, ob man auf dem richtigen Weg ist.&amp;nbsp;Zusätzlich wird es dann irgendwann schwierig, sich zu motivieren.&amp;nbsp;Musiker*innen die am Anfang stehen bekommen oft wenig positives und konstruktives Feedback: Entweder sind sie erst noch dabei, ihre Fähigkeiten zu entwickeln,&amp;nbsp;oder das Feedback ist wenig differenziert. Das Publikum oder auch Freunde haben oft einen ganz anderen Blickwinkel, nehmen andere Dinge als wichtig war als man selbst als Musiker*in. Später in einer erfolgreiche Karriere gibt es aus meiner Sicht das Risiko, sich in einer Blase zu bewegen, wo man oft nur noch undifferenziert-positives Feedback bekommt.&amp;nbsp;Ich denke Selbstzweifel über den eingeschlagenen Weg und das sogenannte &quot;Talent&quot; beschäftigen viele Musiker*innen manchmal über den ganzen Weg.&amp;nbsp;Am Anfang natürlich ganz besonders, später steigen aber auch die eignen Erwartungen und Verpflichtungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;7. Musiker*innen, besonders am Anfang ihrer Karriere haben normalerweise wenig Geld, und psychologische Hilfe ist&amp;nbsp;oft teuer. Was würdest&amp;nbsp;Du&amp;nbsp;jemandem empfehlen, der unter psychischen Problemen leidet&amp;nbsp;und nicht über viel Geld verfügt ?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sollten die Probleme soweit gehen, dass sie einen Krankheitswert haben, dann ist das ein Fall für die Krankenkassen.&amp;nbsp;In Deutschland gehören psychotherapeutische Behandlungen glücklicherweise zur gesundheitlichen Grundversorgung und sind damit kostenlos.&lt;br /&gt;
In Berlin kann man hier recherchieren wo man einen zugelassenen Behandler findet:&lt;a href=&quot;http://www.kvberlin.de&quot;&gt;&amp;nbsp;www.kvberlin.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;rtejustify&quot;&gt;
Leider weigert sich die Politik die psychotherapeutische Versorgung and den tatsächlich vorhandenen Bedarf anzupassen, daher muss man mit mehreren Monaten&amp;nbsp;Wartezeit rechnen bis eine entsprechende Behandlung tatsächlich los geht.&amp;nbsp;Es gibt aber auch viele kostenlose Selbsthilfegruppen für unterschiedlichste Problembereiche. Da wird man aber sicher auf Leuten treffen, die mit dem Musikbusiness nichts zu tun haben. Das könnte aber unter Umständen auch ein hilfreicher Perspektivwechsel sein.&amp;nbsp;Natürlich ist eine Selbsthilfegruppe aber nicht für jedes Problem geeignet.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;rtejustify&quot;&gt;&lt;strong&gt;Anmerkung von Music Pool:&lt;/strong&gt; An der HdPK gibt es eine für alle Musiker*innen offene Sprechstunde, die sogenannten &lt;em&gt;Pop Ambulanz&lt;/em&gt;. Eine öffentlich geförderte Beratung in Kooperation mit der Charité Berlin. Die nächsten Termine sind der 12. Dezember 2018 und der 16. Januar 2019 jeweils 15-18 Uhr bei Prof. Dr. med. Alexander Schmidt.&amp;nbsp;Anmeldung unter: &lt;span class=&quot;spamspan&quot;&gt;&lt;span class=&quot;u&quot;&gt;pop-ambulanz.hdpk&lt;/span&gt; [at] &lt;span class=&quot;d&quot;&gt;srh.de&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;. Mehr Informationen dazu unter: &lt;a href=&quot;https://www.hdpk.de/de/forschung/popambulanz/&quot;&gt;www.hdpk.de/de/forschung/popambulanz/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;8. Musik und Mental health sind ein Thema, über das die Medien in den letzten&amp;nbsp;Jahren viel geredet haben: Ist es nur ein momentaner Trend, oder fangen wir&amp;nbsp;endlich an, das Ende der Stigmatisierung der psychischen Gesundheit zu sehen?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsere Arbeit und unsere Gesellschaft hat sich extrem verändert. Früher hat der Großteil der Menschen in körperlich stark belastenden Berufen gearbeitet.&amp;nbsp;Das ist nicht mehr so. Die berufliche Realität für die allermeisten Menschen sieht inzwischen so aus, dass wechselnde Anforderungen, mehr oder weniger Verantwortungsspielraum, Zeitdruck, soziale Anforderungen und immer wieder kehrende Umstrukturierungen der Arbeitssituation die hauptsächlichen Stressoren sind.&amp;nbsp;Das hat erstmal wenig Auswirkungen auf unseren Körper aber viel mehr auf unsere Psyche, die damit umgehen muss.&amp;nbsp;Gleichzeitig setzt sich langsam das Bewusstsein durch, dass krank nicht gleich krank ist: Ein gebrochenes Bein ist ja auch etwas ganz anderes als eine Asthmaerkrankung.&lt;br /&gt;
Und so sind (beruflicher) Perfektionismus und soziale Ängste z. B. auch zwei unterschiedliche Themen die man unterschiedlich verstehen sollte, und daher auch unterschiedlich behandeln kann. Hier ist die Wahrnehmung in der Bevölkerung viel differenzierter geworden.&amp;nbsp;Ich glaube also, dass das kein Trend ist, sondern hier größere gesellschaftliche Veränderungen im Hintergrund stehen, die das Thema psychische Gesundheit immer mehr in den Vordergrund rücken. Eben die gesellschaftlichen Veränderungen und eine Zunahme von Wissen zu diesem Bereich.&amp;nbsp;Gleichzeitig sehe ich die Gefahr, dass einige Bereiche &quot;überpsychologisiert&quot; werden können. Niedergeschlagenheit, Motivationsprobleme, Ängste etc. gibt es in jedem Lebenslauf und jeder Mensch hat erstmal einige Bordmittel dabei, damit umzugehen. Wann &quot;normale&quot; Probleme in schwerwiegende und krankheitswertige umschlagen ist aber leider&amp;nbsp;manchmal schwer zu sagen, und oft holen sich diejenigen, die am meisten Hilfe brauchen, diese am seltensten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;9. Der erste Schritt ist immer der schwierigste: Hast Du Vorschläge, wie man&amp;nbsp;die Angst vor dem Bitten um Hilfe überwinden könnte?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir Menschen denken immer aus unserer eigenen, individuellen Perspektive, denn nur die haben wir ja zur Verfügung.&amp;nbsp;Oft denken wir, dass die Dinge die wir im Leben erleben und manchmal auch erleiden ganz spezielle Erfahrungen sind, die nur wir gemacht haben.&lt;br /&gt;
Ich glaube das ist grundfalsch. Den allergrößten Teil der Dinge, die wir erleben machen andere auch, der eine mehr der andere weniger.&amp;nbsp;Sich das immer wieder vor Augen zu führen kann einem helfen, sich jemand anders gegenüber - Fachperson oder nicht - zu öffnen.&amp;nbsp;Ich kann davon ausgehen, dass der andere mit dem ich spreche Vergleichbares erlebt hat.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-themen field-type-taxonomy-term-reference field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/de/themen/soziale-absicherung&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Soziale Absicherung&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-field-tags field-type-taxonomy-term-reference field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/de/tags/mental-health&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;mental health&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item odd&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/de/tags/interview&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Interview&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;a href=&quot;/de/tags/meet-expert&quot; typeof=&quot;skos:Concept&quot; property=&quot;rdfs:label skos:prefLabel&quot; datatype=&quot;&quot;&gt;Meet The Expert&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
 <pubDate>Thu, 15 Nov 2018 10:19:25 +0000</pubDate>
 <dc:creator>musicpool intern</dc:creator>
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 <title>An interview with Berlin-based artist Phia</title>
 <link>https://archiv.musicpoolberlin.net/de/news/interview-berlin-based-artist-phia</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-name-field-image field-type-image field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot;&gt;&lt;img typeof=&quot;foaf:Image&quot; src=&quot;https://archiv.musicpoolberlin.net/sites/default/files/images/copyright_trang_le.jpg&quot; width=&quot;2337&quot; height=&quot;1731&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item even&quot; property=&quot;content:encoded&quot;&gt;&lt;p&gt;
The Australian Artist Phia from Melbourne living in Berlin, took the time to give us a little interview. In the Interview she talks with us about: starting out in Berlin, that musicians helping each other is the best thing here and that old smoking men in Berlin are buying a lot of CDs.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1. Could you introduce yourself, where you are from and what you do?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;My name is Phia and I’m a musician originally from Melbourne, Australia.&amp;nbsp;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;I&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;live in Berlin and make pop music with my kalimba and loop pedal.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;2. How did you end up in Berlin? &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;Sometimes it seems very surreal that I have set up a life here. I’ve&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;been&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;here now for almost three years. The move came out of a desire to live&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;in&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;Europe for a while. My partner and I had been on a 4 month trip around&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;the&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;world (New York, London, Tokyo, Berlin) and had been keeping an eye out&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;for&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;which city we could see ourselves living in. Berlin won out, for its promise of possibilities and opportunities. The idea was to stay for at least 6 months, and see how it went. And here we still are!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;3. Which were the first steps you took here? &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;Well for our first month we were subleasing a room up in Wedding. So we spent a lot of time traversing Berlin by U-Bahn. A lot of exploring happened, and I also started to try and familiarise myself with local venues to try and book shows.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;4. Who helped you the most?&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;In what way did Music Pool Berlin help you? &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;I found local musicians here to be so helpful. I felt very welcomed and encouraged as an outsider. I had just met Pete Uhlenbruch in Melbourne (musician at Owls of the Swamp and founder of DIY folk festival&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;Melodica)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;and he had introduced me to the directors of Melodica in other cities.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So&amp;nbsp;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;very soon I had set up a show in Reykjavik which led to festival appearances in Berlin and Hamburg. I met so many other like-minded musicians at these festivals who I’ve stayed in touch with - HONIG, Town&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;of&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;Saints, Torben Stock, Svavar Knutur, Ian Fisher, and so many more. I&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;also&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;reached out to Coby Grant, a folk musician from Melbourne on tour here.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;We&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;had mutual friends but never met, and she was super helpful and asked me&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;to&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;support her a few times at shows, introducing me to Berlin music venues. I had an introductory meeting with Music Pool in December last year and received a lot of useful contacts and advice about specific questions I&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;had&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;about album release timelines and booking shows across Europe.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;5. What are your favorite venues to play in Berlin? &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;I played for the first time at Fluxbau this week. It’s such a great&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;venue&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;- amazing location, the view from the balcony on the Spree is quite breathtaking. They’ve got a really good thing going there, great vibe, great sound and really good people. I’ve played at Ä in Neukölln now about 4 or 5 times, and it’s definitely&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;a&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;favourite. It really encapsulates the Berlin attitude of a real openness and excitement towards new music. I always have a good time there. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;6. Who are your favorite local musicians in Berlin? &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;There’s so many. I really admire musicians who also give something back&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;to&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;the community. Sam Wareing has an alt-country band called Wasp Summer&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;and&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;also curates a living room series called Sofa Salon. Dominik Bormann has his own band called Ki Ni Mod and also runs a community festival called Musique Moabit. I find it really inspiring that people like Sam and Ki&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;Ni&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;make their own music and create opportunities for others! There’s a lot&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;of&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;that going on in Berlin.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;7. What were your first (funny, interesting) experiences playing a show&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;in&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;Berlin? &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;I remember eating wurst and kartoffelsalat at an old kneipe up in&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;Wedding&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;where I played my first ever Berlin gig. It was frequented by old German men and everyone was smoking and I felt very far from Melbourne. In fact&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;it&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;was a great show, the audience was full of music lovers and I sold lots&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;of&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;CDs. It was a very foreign and fulfilling experience and I felt excited&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;by&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;the layers of the city.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;8. What advices or tips would you give an expat musician living in&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;Berlin?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Just do your thing, and do it well! I really feel there’s an audience&amp;nbsp;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;for&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;everyone here. Connect to the local scene - people are creating events&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;and&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;collaborations all the time that you can be a part of. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
We thank Phia for the kindness of taking the time to answer our questions and wish her all the best for the future. At the same time we hope that we could inspire other starting expat musicians with her help to make it in Berlin.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 1.6em;&quot;&gt;-- New Single &#039;Do You Ever?&#039; (&lt;a href=&quot;https://soundcloud.com/listentophia/do-you-ever&quot;&gt;https://soundcloud.com/listentophia/do-you-ever&lt;/a&gt;) Out Now! &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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 <pubDate>Thu, 10 Jul 2014 09:34:11 +0000</pubDate>
 <dc:creator>Kirsten Grebasch</dc:creator>
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